Hornissen-Königin mag einen alten Bienenkorb

Als wir letzten Sonntag die fünf Bienenstöcke durchsehen wollten, sah ich aus dem Augenwinkel ein ziemlich großes, schwarzgelbes Riesen-Insekt vorbeifliegen. Es steuerte das Flugloch eines alten Bienenkorbes an, der auf den Magazinbeuten herumstand. Die Größe ließ vermuten, dass es sich dabei um eine Hornisse handeln könnte.

Wir haben kurz gewartet und dann den Bienenborb umgedreht, um einen Blick hineinzuwerfen. Und tatsächlich, eine Hornissen-Königin war gerade dabei ihr Nest im Bienenkorb zu bauen! Bei der Gelegenheit habe ich ein schnelles Foto geschossen:

Hornissen-Königin-beim-Nestbau

Hornisen sind sehr selten geworden und akut bedroht. So war es selbstverständlich, dass unsere Königin einen guten Platz für ihr neues Eigenheim bekommen sollte. Den hat sie in gebührendem Abstand vom Bienenstand bekommen, und bei Gelegenheit poste ich mal ein paar Bilder von dort.

Wie auch Wespen sind Hornissen nützliche Insektenfresser – und für einen Imker, dem sie gerne mal ein paar Flugbienen vor dem Bienenstock wegschnappen, eher ein Naturschauspiel als ein Ärgernis. Dabei sind sie prinzipiell sehr friedlich, eher scheu, sie stürzen sich im Gegensatz zu Wespen nicht auf den Frühstückstisch, und ihr Stich tut auch nicht mehr weh als der einer Biene. Nur ihr Nest sollte man besser in Ruhe lassen.

Apropos Nest: Vor zwei Jahren hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, eine Wespenkönigin auf unserem Balkon dabei zu überraschen, wie sie aus einem unvorsichtigerweise draußen stehen gelassenen Umzugskarton eine schicke Brutstätte bauen wollte. Und auch wenn ich damals schon Respekt vor den kleinen wehrhaften Dortmund-Fans hatte, wollte mir ein ganzes Nest von den Mädels auf dem eigenen Balkon, direkt über der Hauseingangstür, nicht gefallen.

Damals habe ich den wenige Zentimeter umfassenden Bauansatz (das sogenannte „Primärnest“) nebst Umzugskarton diskret verschwinden lassen, als Madam mal kurz um die Ecke geflogen war. So musste sie halt an einem anderen Platz noch einmal von vorne anfangen. Im Park muss man solche Vorsicht nicht walten lassen, und so bin ich gespannt wie sich das Hornissen-Nest entwickeln wird!

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