Naturbau mit Tücken

Als gewöhnlich fauler Mensch sehe ich nur Vorteile darin, die Bienen ihre eigenen Waben bauen zu lassen. Ich muss keine Mittelwände einlöten, sondern nur Anfangsstreifen in die Rähmchen eindrücken. Damit spare ich mir nicht nur viel teures Wachs, sondern auch einen Einlöt-Trafo. Ich muss mir keine Gedanken machen um Zellgrößen oder Rückstände im Wachs. Bislang spare ich mir sogar einen Sonnenwachsschmelzer und verschenke überschüssiges Wachs aus alten Waben an befreundete Imker aus der Nachbarschaft.

Doch der Naturbau kann auch seine Tücken haben, wie man an dieser Honigwabe sieht:

Naturbau-Honigwabe-schiefDie Wabe war so vermurkst, dass ich sie gestern aus dem Stock herausgenommen habe. Denn wenn eine Wabe erstmal so schief ist, werden schnell auch die benachbarten Waben krumm gebaut. Ein genauerer Blick hat dann offenbart, wo das Problem lag. Der Anfangsstreifen war nicht fest genug eingedrückt und hatte sich teilweise gelöst. Daraufhin hatten die Bienen kaum eine andere Wahl als dieses kunstvolle Gebilde zu produzieren.

Die anderen Waben sehen übrigens super aus, schön hell und gerade gebaut. Dafür hat mir dieses krumme Ding immerhin die ersten Löffel Frühjahrshonig gebracht!

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