Virtueller Bienenstock

Einen Bienenstock betreuen, ohne gestochen zu werden? Ohne vor die Tür zu gehen? Und leider auch ohne Honig zu ernten? Das hat ein Team um den Wissenschaftler Matthais Becher von der University Exeter möglich gemacht. Mit BEEHAVE haben die Forscher das Computermodell eines Bienenstocks erstellt, in dem man die Entwicklung der Brut, die eingetragene Menge an Pollen und Nektar, den produzierten Honig und auch die Zahl von Varroa-Milben  beobachten kann. In einem kurzen Video (auf Englisch) stellen die Wissenschaftler ihr Modell vor.

In einem zeitgleich veröffentlichten Journal-Paper stellt das Team die Idee hinter dem Programm vor. Das Modell kann man auf der Webseite von BEEHAVE herunterladen und ausprobieren. Noch zusätzlich die Open Source-Software NetLogo dazu installieren, damit das Modell läuft, und schon kann es losgehen.

Das voreingestellte Tempo ist ziemlich schnell, so dass rasch ein paar Jahre vergehen können. Am Anfang startet man ohne Varroa-Milben, als ich die dazugeschaltet habe ging es mit meinen virtuellen Bienen ziemlich rapide den Bach runter. Zum Glück habe ich im letzten Moment noch den Knopf gefunden, mit dem man die Milbenbehandlung starten kann. Mit BEEHAVE sollen solche und andere Maßnahmen simuliert werden können, ohne gleich an echten Bienen herumzuexperimentieren. Dass die Wirklichkeit dabei nur grob abgebildet ist, sollte klar sein. Aber einen Blick wert ist es allemal.

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