Wildbau

So ist das, wenn man ein Baby zu versorgen und eine Zweitklässlerin bei Laune zu halten, einen Job zu meistern und Dienstreisen zu absolvieren, diverse Schnupfenvirenattacken und Schnittwunden zu bewältigen und zu alledem zwei Handvoll Bienenvölker zu betreuen hat: Manchmal kommt das Hobby etwas zu kurz und die Bienen, die sowieso gerne machen was sie wollen, tun dies mit besonderer Hingabe. So auch bei einem meiner Dachvölker, das hinter dem bei Dadant-Beuten üblichen Schied üppigen Wildbau betrieben hat.

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In diesem Jahr machen mir meine Völker ohnehin etwas Kopfzerbrechen. Ich halte die meisten Völker bis Mitte Mai auf sechs bis maximal sieben Brutwaben. Für manche sind sechs fast zu viel, für andere sieben fast zu wenig. Manche nutzen ihren Raum optimal aus und wandern damit bereitwillig durch das Absperrgitter in den Honigraum. Andere hauen mir nichts, dir nichts dicke Honigkränze an die Brutwaben, und schon fehlt ihnen der Platz und sie kommen derbe in Schwarmstimmung. Und wieder andere fangen zwar an den Honigraum zu füllen, finden aber gleichzeitig dass ihr Brutraum noch eine Ergänzung vertragen könnte und bauen sich die einfach selbst.
Und so habe ich Ende April das obige Bild machen können: Eine formschöne und weit fortgeschrittene, dummerweise fest am Absperrgitter verbaute Naturbauwabe.

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