Warum sterben die Bienen? Neue Studie verbindet zentrale Faktoren

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die versuchen den einen entscheidenden Faktor für den Rückgang an Wildbienen-Populationen ausfindig zu machen. Das, so argumentiert eine neu erschienene Studie (hier als PDF) einer Gruppe von Autoren um den englischen Biologien Dave Goulson, ist aber vielleicht ein Holzweg. Vielmehr sei es gerade das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die für den Rückgang der Artenvielfalt von Bestäubern verantwortlich zu machen seien. Auf Englisch sind die zentralen Punkte des Artikels nebst einem Interview schön zusammengefasst bei vox.com.

Nun sind Studien, die auf multifaktorielle Ursachen eines komplexen Geschehens verweisen, nicht selten ein umständlich formuliertes Eingeständnis dafür, dass man die tatsächlichen Faktoren eben noch nicht genau kennt. In diesem Fall jedoch sind die drei wesentlichen Probleme, die in Diskussionen über das Bienensterben immer wieder auftauchen, so kausal miteinander vekrnüpft worden, so dass ich geneigt bin das für eine ziemlich plausible Synthese zu halten.

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Eine E-Mail an Hellweg

Morgen eröffnet in der Yorckstraße ein neuer Hellweg-Baumarkt. Eine gute Gelegenheit, den kürzlich von Greenpeace geäußerten Protest gegen bienengefährliche Insektizide in Baumärkten weiter zu verbreiten!

Die Europäische Kommission hatte am 24. Mai per Verordnung drei sogenannte Neonicotinoide für vorerst zwei Jahre verbieten lassen. Neonicotinoide sind hochwirksame Insektengifte, die Bienenvölker, Wildbienen und Hummeln schwer schädigen können.

Als Stadtmensch denkt man möglicherweise, das betreffe vor allem ländliche Gebiete und die konventionelle Landwirtschaft mit ihrem hohen Pestizideinsatz. Doch auch in Baumärkten werden Insektenvernichtungsmittel mit diesen Wirkstoffen verkauft, die Leute in ihren Kleingärten, Hinterhöfen und Balkonen einsetzen. Schon im Juni hatten deshalb Greenpeace-Aktivisten (ich war selber mal einer) vor 50 Filialen von Obi, Praktiker und toom dagegen protestiert, diese für Bienen und andere Insekten extrem gefährliche Mittel zu verkaufen.

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Stadthonig-Fest

Am Samstag, den 20. Juli steigt das diesjährige Stadthonig-Fest im Prinzessinnengarten am Kreuzberger Moritzplatz. Den Einladungsflyer findet ihr hier (PDF).

Von 11 bis 17 Uhr kann man den Imkerinnen und Imkern bei der Arbeit zuschauen, Vorträgen lauschen und diskutieren, Honig essen und bestaunen was die Kinder beim Malwettbewerb fabrizieren.

Ich bin auch dabei und betreue zusammen mit Dietmar einen Stand zu Wildbienen. Gut für mich: Noch habe ich vier Wochen, um darüber was zu lernen. Da mein Freestyle-Insektenhotel ja so ein wahnsinniger Erfolg geworden ist, kann kaum noch was schiefgehen. Es ist übrigens immer noch bloß ein einziges Loch belegt.

It’s alive!

Vor über einem Jahr habe ich im Garten aus alten Baumstämmen und sonstigem Zeug ein Insektenhotel angelegt. Bis vor Kurzem war das den herumfliegenden Wildbienen aber herzlich egal, lediglich ein paar Spinnen haben sich dran gefreut und munter ihre Netze gesponnen. Gut, die mangelnde Attraktivität mag daran gelegen haben dass ich erst eine handvoll Löcher gebohrt und dann nicht mehr daran gedacht hatte, weiterzumachen. Das hielten die feinen Tierchen wohl für nicht luxuriös genug. Im Frühling habe ich mir dann in einem Anfall von Arbeitslust die Bohrmaschine geschnappt und die Lochanzahl in etwa auf die Punktezahl des BVB in der letzten Saison hochgebohrt. Und heute sehe ich, dass wenigstens ein Loch verschlossen und damit von einem Hotelgast belegt ist.

Insektenhotel-verschlossenes-LochMeine persönliche Vermutung: Die Zahl der Löcher verhält sich zur Zahl der belegten Plätze wie die Zahl der Punkte des Deutschen Meisters zu denen des Tabellen-Achtzehnten. Mal schauen, ob das im Spätsommer hinhaut.

Hornissen-Königin mag einen alten Bienenkorb

Als wir letzten Sonntag die fünf Bienenstöcke durchsehen wollten, sah ich aus dem Augenwinkel ein ziemlich großes, schwarzgelbes Riesen-Insekt vorbeifliegen. Es steuerte das Flugloch eines alten Bienenkorbes an, der auf den Magazinbeuten herumstand. Die Größe ließ vermuten, dass es sich dabei um eine Hornisse handeln könnte.

Wir haben kurz gewartet und dann den Bienenborb umgedreht, um einen Blick hineinzuwerfen. Und tatsächlich, eine Hornissen-Königin war gerade dabei ihr Nest im Bienenkorb zu bauen! Bei der Gelegenheit habe ich ein schnelles Foto geschossen:

Hornissen-Königin-beim-Nestbau

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