Warum sterben die Bienen? Neue Studie verbindet zentrale Faktoren

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die versuchen den einen entscheidenden Faktor für den Rückgang an Wildbienen-Populationen ausfindig zu machen. Das, so argumentiert eine neu erschienene Studie (hier als PDF) einer Gruppe von Autoren um den englischen Biologien Dave Goulson, ist aber vielleicht ein Holzweg. Vielmehr sei es gerade das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die für den Rückgang der Artenvielfalt von Bestäubern verantwortlich zu machen seien. Auf Englisch sind die zentralen Punkte des Artikels nebst einem Interview schön zusammengefasst bei vox.com.

Nun sind Studien, die auf multifaktorielle Ursachen eines komplexen Geschehens verweisen, nicht selten ein umständlich formuliertes Eingeständnis dafür, dass man die tatsächlichen Faktoren eben noch nicht genau kennt. In diesem Fall jedoch sind die drei wesentlichen Probleme, die in Diskussionen über das Bienensterben immer wieder auftauchen, so kausal miteinander vekrnüpft worden, so dass ich geneigt bin das für eine ziemlich plausible Synthese zu halten.

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Die Robinie blüht

[Crossposting mit Imkerverein Kreuzberg]

Vor wenigen Tagen haben die ersten Robinien in Kreuzberg ihre Blüten geöffnet. Nach der feuchten Witterung der letzten Tage soll es ab dem Wochenende wieder warm und sonnig werden – beste Bedingungen für viel Nektar!

Wer den vielfältigen Honig ernten will, den die Bienen bisher an Ahorn, Obstbäumen, Löwenzahn, Vergissmeinnicht und Kastanien gesammelt haben, sollte schleunigst ernten. Alle anderen können sich auf einen tollen Mischhonig mit größerem Anteil Robinie freuen!

Robinienblüte-Mai-2014

Robinienblüte 2014, hier im Gleisdreieck-Park.

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Bienen-Fotos auf Flickr

Seitdem ich mit einer brauchbaren Kamera in der Hosentasche herumrenne, versuche ich mich gelegentlich als Bienenfotograf. Damit ich die Bilder einfacher teilen kann, habe ich mir jetzt einen Flickr-Account zugelegt. Auf meinem Fotostream kann man sich von nun an in unregelmäßigen Abständen schicke Bienenfotos reinziehen. Und wer mal nach „Bee“ oder „Biene“ sucht wird ein paar fantastische Makroaufnahmen von anderen Benutzern entdecken!

Hier sind zwei meiner neuesten Werke:

Biene-auf-Blüte August 2013 - Bild 07

Biene-an-Goldrute August 2013 - Bild-01

Oben schlürft eine Biene Nektar von einer Fetten Henne, und unten fliegt eine Pollensammlerin von einer Goldrute zurück zum Stock.

Kreuzberger Lavendelblüten

Frühlingshonig war in diesem Jahr kaum zu ernten, dem nasskalten Mai sei Dank. Inzwischen ist es wärmer und sonniger geworden, und dafür blühen jetzt viele Pflanzen an denen die Bienen gut sammeln können. Besonders sexy scheinen dabei ein paar Lavendelbüsche zu sein, die bei mir um die Ecke am Mehringplatz in einem Steintrog wachsen. Aus der Ferne sieht das alles nicht so wahnsinnig schick aus, das liegt aber daran dass seit gefühlten Jahren der ganze Mehringplatz umgebaut wird.

Laut Gewobag gibt es seit letztem Jahr einen neuen Platzgärtner, und zumindest aus Bienensicht kann ich ihm zu den Lavendelbüschen nur gratulieren. Guckt man sich das nämlich aus der Nähe an, sieht man dutzendweise Honigsammlerinnen von einer Blüte zur nächsten fliegen. Ich schätze mal, dass viele der Bienen von unserem Dach den kurzen Weg hierher genommen haben, aber auch Kolleginnen von weiter weg die Reise nicht scheuen.

Lavendel, der eigentlich eher von wogenden lila Blütenfeldern in Frankreich bekannt ist, blüht von Juli bis September und bietet dabei reichlich Nektar sowie ein bisschen Pollen. Perfekt also für einen guten Sommerhonig!

Mit Blüten lockt man Bienen

Seitdem auf unserem Dach Bienen leben, habe ich einen ganz anderen Blick auf meine Umgebung. Wann immer etwas irgendwo blüht, schaue ich hin ob nicht eine Biene oder Hummel daran interessiert ist. So etwa bei dieser wilden Malve, die an einer Hauswand in meiner Nachbarschaft wächst.

Kreuzberger-Biene-auf-wilder-MalvenblüteLaut die-honigmacher.de blüht die Wilde Malve von Juni bis Oktober und bietet dabei reichlich Nektar und eher geringe Mengen an Pollen. Dieser Biene scheint’s jedenfalls zu schmecken!

Die Melonenbiene

Wer imkert eigentlich am Görlitzer Park? Aus wessen Stock auch immer diese eine Biene kam, sie hat einen ganz exquisiten Geschmack!

Selbst wenn die jüngst gepflanzten Obstbäume noch ein paar Jährchen brauchen werden, bis sie richtig was hergeben, ist es ja nicht so, dass die Bienen um den Görli herum zu wenig leckere Blüten finden würden. Doch diese eine fand den süßen Melonensaft einfach zu verführerisch. Nebenbei konnte ich den Kindern gleich zeigen, wie sanft Bienen sein können.

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