Zwei Königinnen

Vor einigen Wochen hatte ich einen frisch gefangenen Nachschwarm in der Bienen-AG an der Fanny-Hensel-Grundschule einlaufen lassen. Zunächst haben wir die Bienen erst einmal in Ruhe ihre Naturbau-Waben bauen lassen, bevor wir vorsichtig angefangen haben nachzuschauen ob alles in Ordnung ist.

Bei einem Nachschwarm kann es einige Wochen dauern, bis die ersten Eier zu sehen sind, weil die Königin erst noch begattet werden muss. Da unbegattete Königinnen kleiner und deshalb deutlich schwerer zu finden sind als solche, die schon fleißig Eier legen, und weil Königinnen zu finden mit vier bis sechs Kindern um einen herum eh nicht ganz so einfach ist, haben wir sie erst beim zweiten Versuch gefunden. Daraufhin haben wir sie gleich mit einem grünen Plättchen gezeichnet. Das war für die Kinder sehr spannend.

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Mein Schulimkerei-Kollege Eduard mit den Kindern beim Zeichnen einer Königin

Letzte Woche Montag haben wir dann mehrere bereits verdeckelte Weiselzellen gesehen, die schwer nach Nachschaffungszellen aussahen. Es kann ja immer mal sein, dass eine Königin schlecht begattet wurde oder sonstwie den Arbeiterinnen nicht ganz gefällt. Ich fand also, die Zellen sollten unbedingt drin bleiben. Als wir dann diesen Montag in das Volk geguckt haben, staunten wir ganz schön: Zwei Königinnen liefen da über die Wabe, und auch als sie aufeinander trafen blieb das friedlich. Mit etwas Glück konnte ich sogar ein Foto davon knipsen, am unteren Bildrand seht ihr die gezeichnete Königin in der Mitte, und direkt daneben die frisch geschlüpfte neue Königin.

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